Die Sitzung der Nationalen Konferenz zur Errichtung von Pflegekammern in Deutschland fand am 03.11.2007 in Stralsund, im Institut eines Mitglieds des Fördervereins Mecklemburg- Vorpommern,bigs,statt. In dieser Sitzung trafen sich insbesondere die Fördervereine. Hier wurden die weiteren Schwerpunkte der Arbeit festgelegt. Besondere Aufmerksamkeit erhielt das Gutachten des Sachverständigenrates im Gesundheitswesen-Kooperation und Verantwortung-, weil hier eine Neuzuschneidung der Berufe im Gesundheitswesen, insbesondere der Medizin und Pflege und damit ein Paradigmenwechsel angemahnt wird. Mit diesen Forderungen soll den Veränderungen im Gesundheitswesen Rechnung getragen werden und die genannten Berufe zukunftsfähig gemacht werden. Wer sich mit dem Gutachten beschäftigt hat, wird feststellen, dass die Forderung der Pflegefachkräfte nach Selbstverwaltung in Form einer Pflegekammer, immer mehr Berechtigung findet. So wird bereits in Hessen ein Positionspapier vorgelegt, das die Errichtung einer Pflegekammer in diesem Bundesland fordert und im Saarland wird die Forderung nach der Erstellung einer Berufsordnung für Pflegefachkräfte an die Politik gerichtet.
Pressemitteilung von DBfK und ver.di mit Unterstützung des DPR
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,
mit einer Pressekonferenz und großem Medieninteresse ist heute die gemeinsame Unterschriftenkampagne von DBfK und Verdi gestartet. "Uns reicht`s" wendet sich gegen Stellenabbau und unzumutbare Arbeitsbedingungen in der Pflege und fordert von der Bundesregierung und den Verantwortlichen in den Ländern:
- Schluss mit dem Sparen auf Kosten von Pflegepersonal und Patienten/Bewohnern
- Hohe Pflegequalität durch mehr und gut qualifiziertes Personal.
Die Arbeitsbedingungen für Pflegende sind in Deutschland seit Jahren immer schlechter geworden. Personalabbau, immense Arbeitsverdichtung, steigendeAnforderungen an Qualität bei gleichzeitigem Abbau von Ressourcen führen zum Kollaps der Pflege. Damit verbundene Risiken für Patienten, Bewohner und Mitarbeiter werden ignoriert, vielfach stehen die Pflegekräfte am Pranger für Probleme, die sie nicht zu verantworten haben.
Damit muss Schluss sein. Der DBfK fordert gemeinsam mit Verdi und vielen Unterstützern (u.a. Deutscher Pflegerat) die Pflegekräfte, aber auch Patienten, Angehörige und alle Bürgerinnen und Bürger auf, mit ihrer Unterschrift dieses Anliegen zu unterstützen. Den Pflegenotstand können wir nur gemeinsam abwenden!
Was können Sie tun? Unter www.pflege-uns-reichts.de finden Sie nicht nur alle wichtigen Informationen zur Kampagne, sondern können auch gleich unterschreiben. Unter den dort angegebenen Adressen können Sie Materialien (Poster, Flyer, Unterschriftenlisten), auch in größerer Stückzahl, kostenlos anfordern, um sie zu verteilen oder auch kleine eigene Infoaktionen zu starten. Sie können berufliche und private Kontakte nutzen, um das Anliegen zu verbreiten, auch durch Weiterleiten dieser Email. Wir brauchen Sie als Multiplikatoren.
Einrichtungen, Organisationen oder Privatpersonen mit eigener Homepage könnten mit dem unter www.pflege-uns-reichts.de/download abrufbaren Mini-Button oder Banner eine Verlinkung einrichten bzw. über die Kampagne berichten. Jede Unterstützung ist willkommen. Wir bieten im Gegenzug an, dass Unterstützer mit ihrem Logo bzw. Firmennamen auf der Webseite aufgeführt werden. Bitte nehmen Sie in diesem Fall Kontakt mit uns auf.
Die Pflege hat lange geschwiegen und Mängel im System immer mit großem Engagement kompensiert. Anerkennung und Respekt dafür sind aber ausgeblieben, viele Pflegekräfte ziehen sich inzwischen frustriert, krank und ausgebrannt zurück. Vor dem Hintergrund eines schnell steigenden Pflegebedarfs in den kommenden Jahren müssen wir alles dafür tun, dass auch in der Zukunft die pflegerische Versorgung der Bevölkerung gesichert wird. Dafür brauchen die Pflegenden jetzt Ihre Unterstützung.
Für Fragen aller Art stehe ich jederzeit gern zu Ihrer Verfügung
Mit freundlichen Grüßen
Johanna Knüppel
Referentin
Redaktion DBfK Aktuell
Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe DBfK Bundesverband e.V
Salzufer 6
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Tel: 030-219157-0
Fax: 030-21915777
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